Sound of Alm – ein klingendes Erbe lebt weiter

Sound of Alm – ein klingendes Erbe lebt weiter

Fr., 24.04.2026, 19:30 Uhr

Das Jodeln ist mehr als nur ein musikalischer Ausdruck. Es ist ein Stück Identität, ein Bekenntnis zur Landschaft und eine Sprache, die ohne Worte Menschen verbindet. Genau hier setzt das LEADER-Projekt "Sound of Alm" an, das im Ennstal und Ausseerland mit Leidenschaft umgesetzt wurde.

Standing Ovations für den Klang der Alm

Mit "Sound of Alm, ein klingendes Erbe lebt weiter" fand am Freitag, dem 24. April 2026, im 
ÖHA - Veranstaltungszentrum Öblarner Haus für Alle der feierliche Abschluss eines besonderen 
Leader Region Ennstal-Ausseerland -Projekts statt. Das randvoll besetzte ÖHA wurde an diesem Abend zu einem klingenden Treffpunkt für alle, die Jodelgesang, Volkskultur und die Landschaft des Ennstals und Ausseerlands im Herzen tragen. Auf der Bühne standen die beteiligten Gruppen und Musiker:innen, die seit Monaten an diesem Projekt mitgewirkt hatten: die Hollerschnapszuzler, der Ennstaler Viergesang,

der K & K Viergesang, der 234Xang, die Fensageiger und die Wetterloch Bläser.

Was das Publikum erlebte, ging weit über eine klassische Präsentation hinaus: Aufnahmen von sechs Almen; Stubegg Alm, Schwarzensee, Tuchmoaralm, Teltschenalm, Toplitzsee und Ackerlhof, wurden durch Filme von Hans Johann Danklmayer mit authentischen Interviews der Musiker ergänzt und machten die Klangwelt der Natur im Saal eindrucksvoll erlebbar.

Durch den Abend führten Olivia Koland und Hans Köhl, die mit viel Fachwissen, Feingefühl und spürbarer Begeisterung Hintergründe zu den teils jahrhundertealten Jodlern vermittelten. Schon beim ersten Erklingen des "Aualmers", der einst auch beim Einstieg der Dachstein-Südwand schon von den Steiner Brüdern angestimmt wurde, legte sich eine besondere Stille über den Saal. Man merkte: Hier wurde nicht einfach Musik vorgespielt, hier wurde Erinnerung hörbar gemacht.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie lebendig Tradition sein kann, wenn man sie nicht museal betrachtet, sondern mit Menschen, Orten und Geschichten verbindet. Jeder Besucher erhielt an diesem Abend einen Tonträger und ein Notenheft mit nach Hause, nicht als bloßes Erinnerungsstück, sondern als Einladung zum Weiterhören, Weitererzählen und vielleicht sogar zum Mitsingen.

Projektträger dieses außergewöhnlichen Vorhabens ist das [ku:L] Kunst & Kulturhaus Öblarn, initiiert und mit großer Leidenschaft umgesetzt von Olivia Koland und Hans Johann Danklmayer.

Was auf den Almen entstand, wurde von Manuel Percht klanglich verfeinert und von Walter Greimeister in Noten gegossen.

Am Ende blieb das Gefühl, dass hier etwas gelungen ist, das weit über einen Veranstaltungsabend hinausreicht. "Sound of Alm" hat gezeigt, dass Jodeln mehr ist als Klang: Es ist Identität, Landschaft, Gemeinschaft und ein Stück Heimat, das ohne große Worte verstanden wird.

"Wenn die Alm zur Bühne wird und der Jodler den Raum erfüllt, dann hört man nicht nur Musik, man hört, woher wir kommen."

Mit dem gemeinsam gesungenen "Alpera", der den Abend in einen warmen, getragenen Schlussakkord führte, fand "Sound of Alm" einen Abschluss, der noch lange nachklingen wird.

Mit Unterstützung von Bund, Land und europäischer Union

 

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